Weinjahr 2017: Geringe Ernte,                                                           hohe Qualität

Der Frost Ende April prägte das Weinjahr 2017. Die Traubenernte pro Fläche war seit dreissig Jahren nie mehr so tief. Die gemessene Qualität hingegen ist GUT.

Bei der Frostnacht vom 20. April erfroren 95 % der Triebe. Drei Frostnächte folgten. Die Vegetation stand drei Wochen still. Erst Mitte Mai erfolgte der Wiederaustrieb. Es ging nun rasant. Mitte Juni und somit zehn Tage früher als im Vorjahr standen die Reben in voller Blüte. Dies überraschte selbst die Experten. Die Trauben an den Trieben aus den Nebenaugen und dem alten Holz zeigten sich jedoch kleiner und kompakter. Der sonnige Sommer hielten  das Wachstum und die Entwicklung der Trauben rasant. Das starke Wachstum und die kompakten Trauben kamen der Ausbreitung der Botrytis entgegen. Der Falsche Mehltau und die gefürchtete Kirschessigfliege konnten hingegen recht gut unter Kontrolle gehalten werden. Das klimatische Potential des vorteilhaften Sommers des Jahres 2017 konnten die Reben frostbedingt nicht voll ausschöpfen. Der Ausfall betrug bei den Weissen Trauben 80 % und bei den Roten 50 %.